1. Kalenderwoche 2017

Wer war da? Aischa, Paula, Timmy und Pelle.

mit Gastauftritt von Herr Schröder und Devito.

Wie jedes Jahr starten die Menschen mit einem gigantischen Feuerwerk in das neue Jahr. Ich entschied mich dieses Mal bewusst dagegen. Neben meinem Kimba waren auch Aischa, Paula und Timmy bei mir. Die Silvesterböllerei verpackten die Vierbeiner mit Bravour. Ich schloss alle Türen, drehte meine Lieblingspartyhits auf und tanzte mit den Hunden ins neue Jahr hinein. Den Fellnasen gefiel es, und mir auch :-)

 

Paula und Aischa, in ihrem zuhause sind sie "Nachbarn", harmonieren innen sehr gut zusammen, sie raufen mit Begeisterung. Draußen neigt Aischa dazu, Paula am Halsband zu packen und "abzutransportieren". Beschützerinstinkt? Oder Dominanzverhalten? Paula zeigt sich unterwürfig. Wenn Aischa es zu doll treibt, schreite ich ein.

Aischa ist herrlich klar in ihrer Kommunikation. Wenn ihr etwas nicht gefällt, dann sagt sie es deutlich mit einem Knurren. Das bekam auch Timmy zu spüren, der sich sehr für beide Damen interessierte. Von Aischa kam sofort ein "Zisch ab!", von Paula nur ein "Och nö, eher nicht". Das war für den forschen Timmy leider zu zaghaft, sodass er nicht von Paula abließ. Da diese mich dann hilfesuchend anblickte, wies ich Timmy in seine Schranken. Dabei musste ich lernen deutlich und konsequent zu bleiben, denn Timmy testete die Grenzen immer wieder aufs neue aus, weil sein Trieb in fest im Griff hatte.

 

Für Timmy war es das erste Mal in einer völlig fremden Umgebung. Trotz seines recht forschen Verhaltens den anderen Hunden gegenüber,  verbrachte er eine sehr unruhige erste Nacht, bis er sich eingewöhnte. Er jankte über mehrere Stunden. Mit einer Reiki-Einheit von mir gelang es ihm schließlich, zu entspannen, sodass er die weiteren Nächte ruhig schlafen konnte. Leider hatte Timmy die Angewohnheit, nachts aufzuwachen, nach unten zu gehen und in meinem Wohnzimmer einen Haufen zu hinterlassen, sowie an mehreren Stellen zu markieren. Da ich dieses Verhalten sowohl mir als auch meiner Familie nicht antun kann, musste ich mich entschließen, Timmy in Zukunft nicht mehr aufzunehmen. Das fiel mir schwer, da ich merkte, dass er grundsätzlich eine sehr sensible Seele ist. Wahrscheinlich ist es für ihn besser, jemanden zu finden, der sich voll und ganz auf ihn konzentrieren kann und keinen weiteren Hund bei sich aufnimmt.

 

Nachdem Timmys Ferien wieder beendet waren, kam Herr Schröder auf eine Stippvisite vorbei. Er ist ein Neufundländer-Welpe und erst kurz vor Weihnachten bei meinem Nachbarn Herbert eingezogen. Einen Nachmittag durfte er zusammen mit Aischa und Kimba bei mir verbringen. Wohin ich auch blickte, überall nur braune Fellknäule. Super süß! Für so einen "Winzling" hielt er sich wacker und hatte beim Spielen deutlich mehr Ausdauer als die "Großen". Jungspunhund :-)!

 

Die Kombination Kimba-Aischa-Pelle funktionierte hervorragend. Pelle setzte seinen verspielten Charme ein und keiner der beiden Labbies konnte diesem widerstehen, sodass es in meinem Haus, Garten und auf den Spaziergängen wild zur Sache ging. Wild, aber absolut fröhlich.

Allerdings ist Pelle sehr schreckhaft und bellt bei jedem unbekannten Geräusch: Müllabfuhr, meine Mädels kommen die Treppe runter, drüben im Neubaugebiet wird gesägt oder gehämmert. Wenn er es zu doll trieb, trainierte ich Hundekommunikation per Körpersprache. Ich baute mich vor ihm auf, grenzte ihn ein und teilte ihm per Blick sowie mental mit, dass er sich in sein Körbchen legen und entspannen solle. Ich war selber überrascht, dass das funktionierte. Am Anfang stand ich ziemlich lange dort, aber die Abstände wurden immer kürzer. Es war toll zu spüren, dass in dem Maße, wie ich mich beruhigte, auch Pelle herunterfuhr. Wenn ich tief durchatmete, gähnte er zum Stressabbau. Danach legte es sich in sein Körbchen und war sichtlich entspannter.

 

Zum Wochenausklang führte ich noch einen Test durch. Zu Kimba, Aischa und Pelle hatte ich Devito samt Herrchen zu einem Spaziergang eingeladen. Bei der selbstbewussten Aischa war ich sicher, dass das problemlos ging, bei dem verspielten Pelle setzte ich auf seine unwiderstehlich, fröhliche Art. Es passte perfekt! Devito, der auch schon mal grummelig mit anderen Hunden sein kann, nahm zwar Pelle sofort aufs Korn, doch Pelle verwandelte diese Aufmerksamkeit unverzüglich in eine nicht endende Spieleinheit. Grossartig! Devito war zwar kurz verwirrt, aber für Renneinheiten ist der Shepherd jederzeit zu haben.