17. Kalenderwoche 2017

Wer war da? Fides, Rumpel, Pelle, Thor

Mit Gastauftritt von Bella, Phoebe und einem Trauerfall

Aufgrund eines Notfalls zieht Fides für drei Wochen bei mir ein. Sein Frauchen muss zu einer geplanten Operation, und die ehemalige Besitzerin von Fides sagte die versprochene Betreuung kurzfristig ab. Das wird zwar zwischendurch zu einer Überbelegung führen, aber das werden wir schon zusammen schaffen.

Rumpel war der erste, der Montag zu uns stieß. Der kennt jedoch Fides schon, und die beiden Terrier sind eine prima Kombination.

Am Montag rief mich auch das Herrchen von Lucky an und teilte mit, dass er ihn einschläfern lassen musste. Obwohl ich weiß, dass Lucky mit seinen stolzen 17 Jahren ein ausgefülltes Leben hatte und sowohl bei seinem Herrchen als auch bei mir wunderbar umsorgt wurde, verdrückte ich doch ein paar Tränchen, weil mir der alte Opa so ans Herz gewachsen war. Ich wünsche ihm eine gute Ankunft im Hundehimmel.

 

Dienstag gab es mal wieder ein Treffen. Dieses Mal mit Bella, einer schwarzen Labrador-Dame, die jedoch schwer an HD leidet und nur kurze Spaziergänge unternehmen darf. Sie wird im Juli zu mir kommen. Nachmittags gingen Kimba und ich wieder zur Longier-Stunde.

 

Mittwoch war wieder Rumpel Tag. Da ich hochmotiviert von der Longier-Stunde war, und das Wetter passte, baute ich eine Trainingseinheit mit Stangen und Tunnel im Garten auf. Und siehe da - meine drei Hunde waren ebenfalls hochmotiviert bei der Sache. Selbst Rumpel, der es mit der Unterordnung nicht so hat, drängelte sich in den Vordergrund und zeigte, was er alles kann. Es war großartig!

 

Donnerstag zog Pelle ein und brachte direkt mal seine "Schwester" Phoebe mit. Machte nach Adam Riese fünf Hunde in meinem Garten. Das klappte ohne irgendein Grummeln oder hochgestellten Nackenhaaren. Fides verstand sich prima mit Phoebe. Zwar wollten alle Kerle Pelle besteigen, da der jedoch viel wendiger als die anderen ist, hatte er keine Problem die lästigen Belagerer abzuschütteln. Nach meiner letzten Aktion, als Pelle mir entwischte und die Hasen durch die Felder jagte, mag ich ihn nicht mehr frei laufen lassen. Also musste er beim Spaziergang an die Schleppleine. Aber auch dieser Freilauf erwies sich als nervenaufreibend, deshalb wechselte ich nach zwei Tagen auf die kurze Leine. Jetzt erst schenkte Pelle mir draußen etwas Aufmerksamkeit und war nicht ausschließlich auf der Suche nach etwas Jagdbarem war. Tja, dann werden die Tobeeinheiten eben in den Garten verlegt. Genug Hundefreunde sind ja da.

 

Freitag hatte ich Rumpel absagen müssen, weil jetzt noch Thor dazukam und mir fünf Hunde, definitiv zu viel sind. Thor und Fides kennen sich, mit Pelle kam er auch gut klar, sodass auch die Konstellation ohne Störungen verlief. Da Thor ebenfalls nicht mich hörte, blieb auch bei ihm die Leine dran. Seine erste Nacht war sehr unruhig. Er fand keinen richtigen Platz zum Schlafen und wanderte durch die Gänge, wobei er immer mal wieder von Pelle angemurrt wurde. Und wehe, draußen schlug eine Autotür, oder jemand ging zu nah an meiner Haustür vorbei! Dann gab es Alarm! Dreifach verstärkt! Naja, Schlaf wird ja oft überbewertet.

Auf jeden Fall freute ich mich darüber, dass Thor bereits in der zweiten Nacht ruhig schlief, wenn auch nur bis 5:30 Uhr. Immerhin etwas. So hatten wir bei unserem Morgenspaziergang das Feld für uns allein!

 

Bei der Zurechtweisung von Pelle und Thor fiel mir mal wieder auf, wie gut die Hunde auf Körpersprache reagieren. Lautes Zurechtweisen, am besten noch unterstrichen von hektischem Hände-Gefuchtel, erregte eher den Unmut der Hunde. Baute ich mich jedoch in voller Größe vor den beiden auf, bedrängte sie gar durch meine vorgebeugte Körperhaltung und "blickte" sie auf den Platz, auf den ich sie haben wollte, dann klappte das ausgezeichnet. Man braucht etwas Geduld, aber mit dieser Sprache kamen die beiden Hunde viel besser zurecht. Bei Kimba muss ich nur die Stirn runzeln und er verschwindet auf seine Decke, aber so eine schnelle Reaktion kann ich natürlich von den Gasthunden nicht erwarten. Übung macht den Meister!

 

Sonntagabend durfte ich ganz allein, ohne Kinder oder Hunde, zur Walpurgisnacht ins Niederrheinische Freilichtmuseum - kurz: Dorenburg - gehen. So konnte ich die wunderschöne Landschaft sowie die Lesung der Autorin A.E. Eiserlo mit der brandneuen Geschichte: Hexen, Räuber, wilde Biester!, die ich lektoriert habe, ganz in Ruhe genießen. Für alle, die es interessiert: das Buch, welches uns wirklich super gelungen ist, gibt es sowohl in der Dorenburg wie auch in der Grefrather Buchhandlung für 11,90 EUR zu kaufen. Nach dem Lesevergnügen seht ihr die Dorenburg mit anderen Augen! Versprochen!