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32. Kalenderwoche 2017

Wer war da? Mio, Aischa, Enno, Pelle

Von der reinen Belegung her eine überschaubare Woche. Zu Mio und Aischa, die sich weiterhin prima verstanden, kam Enno dazu. 

Sein Einzug verlief ungestüm, weil der Neuling von den anderen beiden rüde in seine Grenzen verwiesen wurde. Bei Mio hatte ich ein wenig damit gerechnet, über Aischas abweisendes Verhalten staunte ich. Bei ihrer ruhigen und souveränen Art war ich davon ausgegangen, dass sie die Vermittlerin spielen würde. Pustekuchen! Enno war ihr einfach zu aufdringlich und hatte gefälligst Abstand zu halten. Das bedeutete für den jungen Jagdhund eine extreme Herausforderung. Alles, was er wollte, war spielen. Und die älteren - wollten ihre Ruhe. Keine gute Kombination!

 

Anscheinend war Enno über dieses Verhalten recht verstört, denn auch die Spaziergängen verliefen ziemlich anstrengend. Da das Gehen mit ihm an der Leine anstrengend war, führte ich ihn vom ersten Tag an am Korallenhalsband. Ich konnte nicht riskieren, mir durch ständiges Ziehen die Gelenke zu ruinieren. Körperliche Unversehrtheit ist mein Kapital. Einen Ausfall kann ich mir nicht erlauben. Da Enno bei seinem letzten Urlaub so hervorragend auf den Rückruf reagierte, leinte ich ihn ohne zu zögern ab. Der Gordon Setter schoss davon. Weit weg! In riesigen Bögen. Ich setzte meine Pfeife ein. Nichts! Keine Reaktion auf den doppelten Pfiff, der bisher einwandfrei funktioniert hatte. Na prima! Zerren an der Leine und nicht Zurückkommen. Keine gute Kombination!

Vielleicht war ich auch zu ungeduldig. Schließlich bedeutete es für Enno eine neue Situation, auch wenn er schon einmal bei mir gewesen war. Aber den Rüffler von den anderen Hunden musste er erst einmal verdauen. Wir schliefen eine Nacht drüber. Der zweite Tag gestaltete sich ähnlich schlecht. Ab dem dritten wurde es besser. 

Zudem wurde Mio abgeholt. Ein Reibungspunkt weniger. Aischa hatte sich mittlerweile an Enno gewöhnt. Sie wollte zwar immer noch nicht mit ihm spielen, aber er durfte sowohl in ihrem Bett, als auch neben ihr auf der Couch liegen. Stückchen für Stückchen. 

 

Am Freitag stieß Pelle dazu. Was hatte ich mir bloß dabei gedacht? Zwei Hunde, die gerne jagten gegen zwei Labradore, die gerne trotteten. Keine gute Kombination! Die erste Stunde in meinem Haus entwickelte sich zum absoluten Chaos. Aischa freute sich wie Bolle über Pelle. Enno freute sich ebenfalls – endlich jemand zum Spielen. Pelle, der zunächst auch Enno anraunzte - sowas hatte ich von dem Podenco noch nie erlebt - konnte sich dann gar nicht entscheiden, mit wem er zuerst toben sollte. Er lief zu absoluter Höchstform auf. Nachdem die zwei Raser sich auf der Wiese hinterm Fußballplatz ausrennen konnten, kehrte langsam Ruhe ein. 

Der Samstag bestand fast ausschließlich aus Abhängen. Die Jagdhunde hatten ihr Pulver verschossen. Das war eine Disziplin, in der auch die Labradore wieder mithalten konnten. Das war eine gute Kombination!