6. Woche mit den Pensionsgästen: Jasper, Lotta, Lucki, Aischa und Besuch von Watson

Neue Woche, neuer Gasthund und endlich einmal Sonnenschein!

Der 9 Monate alte Briard Jasper testete direkt am Montag meine Pension. Da keine Beschwerden in Form von Jaulen, Junken, Bellen von ihm zu hören waren, ging ich davon aus, dass es ihm gefiel.

Eigentlich sollte Rosalie ihm diesen Montag verschönern, aber die junge Golden Retriever Hündin hatte zum ersten Mal Blutungen bekommen und musste deshalb zu Hause bleiben. Das wäre eine interessante Mischung geworden.

Auf den Spaziergängen lief Jasper gut an der langen Leine und kam auch ohne auf Rückruf zurück. Beim Treffen mit anderen Hunden der Nachbarschaft zeigte er sich kontaktfreudig.

An den beiden darauffolgenden Tagen blieb die Pension geschlossen. Am Dienstag machte ich zusammen mit meinem Mann und einem Paket Dogilli-Bücher die Landeshauptstadt unsicher. Schnell merkten wir, dass Düsseldorf hier anders tickte, als die anderen Städte. Der Buchhandel ist fest in Mayerscher Hand, es gibt nebenbei noch kleine Läden, die dann jedoch ein spezielleres Sortiment anbieten. In einem Buchladen wurden wir beide dermaßen missachtet, dass wir den Laden einfach wieder verließen. In der Mayerschen wurde meine Anfrage freundlich angenommen, da mein Buch nicht im Barsortiment vorhanden ist, wurden mir jedoch nur geringe Chancen eingeräumt. Im Stadtteil Bilk wurde mein Anliegen ohne einen Termin nicht gehört, dafür kaufte die Thalia Buchhandlung fünf Bücher ein. Klinkenputzen ist mühsam :-(

Dafür gönnten wir uns am Mittwoch einen entspannten Tag in der Saune - muss auch mal sein!

Donnerstag wurde die Pension von Lucki, dem Bernhardiner-Berner Sennen-Mischling, gestürmt. Ich hatte mir vorher einige Tipps von seinem Frauchen eingeholt, weil der große Kerl bei mir so aufgeregt ist, dass ich ihn kaum an der Leine führen kann. Als Hilfsmittel bekam ich Bestechungsmaterial in Form eines Wurfballs mit Leine sowie eine Wasserflasche in die Hand gedrückt. Für alle Fälle nahm ich meinen Mann noch mit, denn auf ihn hörte Lucki definitiv besser. Außerdem hat er auch ein paar Kilos mehr gegen den Kraftprotz zu bieten. Also, mein Mann jetzt, nicht Lucki :-)

Als Luckis Sparringspartner und zur Entlastung meines Mannes traf etwas später Lotta ein. Lucki und Lotta kennen sich von Zuhause und waren etwas überrascht, in meiner Hundepension aufeinander zu treffen. Dafür spielten sie dann begeistert miteinander, und wenn ich die beiden nicht zwischendurch mal getrennt hätte, würden sie wahrscheinlich immer noch durch die Gegen toben. Unfassbar, diese Ausdauer! Dafür kürzte ich die Spaziergänge etwas ab, an Bewegung mangelte es den Tollwütigen wirklich nicht. Während Lucki am nächsten Tag wieder abholt wurde, konnte Lotta sich am Freitag ausgiebig erholten.

Damit war sie am Samstag wieder voll einsatzbereit, als wir Besuch von Watson samt Familie erhielten. Er ist ein 1 1/2 jähriger weißer Stafford-Mischling mit braunem Fleck über einem Auge. Beim ersten Aufeinandertreffen zeigte er sich sehr verängstigt, zog die Rute ein und hielt Kimba und Lotta mit warnenden Schnappern auf Abstand. Sobald wir im freien Feld die Leinen lösten und Lotta dem Stafford zeigte, dass ihr Sinn nach Toben stand, gab es kein Halten mehr. Die beiden fetzten über die Felder, es kam zu regelrechten Raufereien, in denen die beiden sich keinen Zentimeter schenkten. Wurde es zu wild, hielten wir die Hunde eine Weile an der Leine, bis sie dann wieder Gas geben konnten. Die braune Labrador Hündin fand dieses wilde Geraufe hervorragend, für Kimba war das eine Spur zu wild, er hielt sich dezent zurück.

Sonntag kam zu Lotta und Kimba noch Aischa dazu. Somit hatte ich mein Schoko-Labbi-Trippel perfekt! Während viele andere zu Karnevalsumzügen starteten, hatten wir uns mit neuen Bekannten aus der Facebook-Gruppe: Goldie-Labbi & Co. an der Sechs-Seen-Platte in Duisburg verabredet. Aufgrund von Krankheit der Zweibeiner und Läufigkeit einer Hündin schmolz unsere Gruppe auf ein Trio zusammen. Vielen Dank an die Leiterin der Gruppe Maria, die trotz heftiger Kniebeschwerden den Fotoapparat schwang und uns mit Hunden zu immer neuen Fotoshootings animierte. Da hatte sie die Rechnung jedoch ohne Lotta gemacht. Stillsitzen ist absolut nicht ihr Ding, sodass das Modeln missglückte. Dafür wurden wir von allen Seiten nass. Die Hunde auch von unten, weil sie ohne Unterlass begeistert in den See sprangen, aber wir alle von oben, weil es fies schauerte. Dadurch wurden die Waldwege recht glitschig.

Ich war begeistert darüber, dass das komplette Gebiet Hundefreilauffläche ist. So konnten meine drei Labbis mit den beiden Goldies uneingeschränkt umhertollen. Es kam zu keinerlei Schwierigkeiten mit anderen Hundebesitzern, Spaziergängern oder Joggern. Ich bin selten so entspannt in fremdem Gebiet unterwegs gewesen.

Während ich diesen Blog schreibe, schnarchen die Hunde vollkommen entspannt vor sich hin. Nachdem ich die drei trockengelegt und mit Futter für den schönen Ausflug belohnt hatte, suchten sie sich jeweils ein gemütliches Plätzchen, vorzugsweise auf der Couch, und ließen den abwechslungsreichen Tag Revue passieren. Da können ruhig die Karnevalswagen mit vollem Krawall an meinem Haus vorbeidonnern, ist den Labbis alles egal!