28. + 29. Woche mit den Gästen: Fides, Mio, Rosalie, Rumpel und Snoopy

Die letzte Ferienwoche vor den Sommerferien brach an. In meiner Pension wurde es merklich stiller -sozusagen die Ruhe vor dem Sommer-Sturm.

Mio wurde am Montag abgeholt, und Fides übernahm wieder die alleinige Ballherrschaft.

Rosalie kam am Dienstag nach ihrem Urlaub für einen Tag in die Betreuung. Die weiße Golden Retriever Hündin präsentierte sich nach ihrem Bergtraining in top Form: freudig wie immer und dazu schlank und sehnig. Eine süße Maus!

Rumpel fiel am Mittwoch aus, weil er sein Frauchen auf einem Wandertag begleiten durfte. Danach war er zu erschöpft für meine Pension. Dafür traf der Terrier Donnerstag mit bester Laune ein und hatte Kimba und mich ganz für sich allein, nachdem Fides morgens abgeholt wurde. Eigentlich sollte Duncan dazukommen, aber der schwarze Labrador konnte wegen Krankheit seines Herrchens nicht kommen. Ab Freitag blieb meine Pension gästefrei, ich putzte einmal gründlich durch und verabschiedete mich in eine Woche Kurzurlaub!

 

Die erste Ferienwoche verbrachte ich mit meinem Mann und Kimba in Oberstdorf. Bei traumhaftem Wetter war es oben auf dem Fellhorn, der Kanzelwand und dem Söllereck angenehm. Jeden Tag unternahmen wir ausgiebige Wanderungen. Auch wenn diese teilweise auf einem Berggrat stattfanden, ging es fast nie geradeaus, sondern stets rauf und wieder runter. Diese ungewohnten Bewegungen bekam ich Flachlandtiroler in Form von Knieschmerzen zu spüren. Kimbas Allradantrieb erwies sich auf dem unebenen Untergrund als hervorragend. Mein Labbi hatte Spaß!

 

Kaum zurück aus dem Urlaub, öffnete meine Pension am Sonntag bereits wieder ihre Tore. Mittags traf Duncan ein und kurze Zeit später Snoopy. Die fast zweijährige sandfarbene Labradoodle Dame kam für zwei Stunden zu einem Testaufenthalt. Kaum schlossen ihre Herrchen meine Haustür hinter sich, verfiel die Hündin in Panik. Die blaue Wassermuschel, die sich bis dahin großer Beliebtheit erfreute, hatte sofort ihren Reiz verloren. Stattdessen kratzte Snoopy an den Türen und heulte wie ein Wolf. Um die Nerven meiner Familie zu schonen ging ich in der Mittagshitze mit den drei Hunden raus. Auch dort zeigte sich Snoopys Aufregung deutlich. Zuerst wollte sie nicht mitgehen, drehte sich ständig um und bekam Durchfall. Auf dem Rückweg zog sie permanent an der Leine, um möglichst schnell wieder zu mir nach Hause zu kommen, weil sie hoffte, dort ihre Herrchen vorzufinden. Während Duncan und Kimba nach dem Spaziergang nur noch einen Wassernapf leersoffen und sich danach erschossen hinlegten, rannte Snoopy weiterhin aufgeregt herum und heulte.

Für diese Hündin bedeutete es zu großen Stress, von ihrer Familie getrennt zu sein, deshalb musste ich zukünftige Betreuungen leider absagen.