46. Woche mit den Gästen: Flocke, Pelle, Rosalie, Rumpel, Oskar und Besuch von Hugo

Es wird langsam kälter. Da bekam nicht nur Flocke ein schickes Jäckchen übergezogen, sondern auch ich wickelte mich in mehrere Schichten. Zu meiner Freude blieb es größtenteils trocken. Die Labradoodle Hündin Flocke und der Flatdoodle Pelle lebten sich schnell ein, wobei die Hündin recht forsch den anderen Hunden gegenüber war. Als Rosalie mit erhobener Nase Richtung Speisekammer trottete, in der ich verräterisch raschelte, bekam sie verbal einen drüber. Damit waren die Fronten direkt geklärt, und ich fütterte die beiden Geschwister ab sofort separat. Es machte mir unheimlich Freude, die beiden Kraushaarigen zu streicheln. Dabei fiel mir erst auf, dass meine meisten Fellgäste kurz-, glatt- oder rauhaarig sind. Die Vielfalt macht’s!

Mit Rumpel kam das Duo gut zurecht und auch mit Oskar gab es keine Differenzen. Am vorletzten Tag brachte Flocke mich trotz der Kälte zum Schwitzen, als sie im Freilauf fröhlich davoneilte und nicht zurückkam. Aufgrund einer Autoimmunerkrankung muss sie Kortison nehmen und ist ständig hungrig. Irgendetwas besonders Leckeres muss ihr vor die Nase gekommen sein, denn sie war auf und davon. Da konnte ich so lieblich wie möglich rufen oder pfeifen, das kümmerte Flocke nicht. Als ich sie endlich an einer Hecke einfangen konnte, an der sie die schwarze Nase tief in ein Erdloch stopfte, war Schluss mit Freilauf. 

In einen besonderen Genuss des Freilaufs kam ich mit meiner Truppe am Dienstag. Hugo begleitete mich samt Frauchen auf dem Mittagsspaziergang und während wir den Fußballplatz umrundeten, beobachteten unsere Vierbeiner den Platzwart, der zusammen mit seinem Hund den Rasenplatz winterfest machte. Da sich die Hunde sehr füreinander interessierten, öffnete der Platzwart ein Tor und unsere Gang durfte den heiligen Rasen betreten. Wie von der Tarantel gestochen flitzten Kimba, Rosalie und Hugo über die tiptop gepflegte Fläche,  und ich sendete ein Stoßgebet gen Himmel, dass unsere Zeckentransporter nicht unbedingt jetzt auf die Idee kämen, eine größere Hinterlassenschaft zu hinterlassen. Aber die waren viel zu sehr mit Toben beschäftigt, verhielten sich vorbildlich und schnarchten anschließend zufrieden vor dem Kamin.