1. Woche mit Lotta, Aischa und Cuqui

Mit einem bunten Feuerwerk startete unsere Straße in das neue Jahr 2019. Durch Besuch war mein Rudel auf insgesamt 20 Pfoten angewachsen. Wir verschlossen die Türen und drehten die Musik im Wohnzimmer auf, sodass die Samtpfoten kaum etwas von der Böllerei mitbekamen. Ich war sehr erfreut darüber, dass selbst die ängstliche Cuqui um Mitternacht ruhig in ihrem Körbchen lag.

Die Malteser Mischlings Dame bereitete mir an anderer Stelle ein paar Kopfschmerzen. Im Haus war sie absolut unauffällig, zog sich in ihr Körbchen zurück und wollte so richtig auch nichts mit den anderen Hunden zu tun haben. Zu den täglichen Spaziergängen musste ich sie jedoch überreden. Wenn wir es dann bis um die Ecke ins Feld geschafft hatten, lief sie ohne weiteres Gemurre mit. Am Anfang wollte sie nicht fressen, und mein Mann schüttelte nur den Kopf darüber, wenn ich mit ihrem Barf-Futter hinter der kleinen Maus herrannte, dicht gefolgt von den braunen Labradoren, die mir die Last des vollen Futternapfes nur zu gern abgenommen hätte und eine ansehnliche Sabberspur auf meinen Fliesen hinterließen. Konnte ich Cuquis Appetit mit einem Leckerli anregen und sie fraß eine Portion auf, vollführte ich einen Freudentanz.

Kaum fiel diese Sorge von mir ab, stellte ich fest, dass sie seit zwei Tagen ihr großes Geschäft nicht getätigt hatte, und verfiel erneut in Bedenken. Und wieder konnte mein Mann die Unruhe nicht verstehen. Wenn ein Hund nicht macht, dann muss er halt nicht. Ist ja auch kein Wunder, wenn sie weniger frisst. Hach, könnte ich doch einfach so pragmatisch denken wie mein Mann!

 

Den Rest der Woche verbrachte ich mit den drei Brownies Kimba, Aischa und Lotta in trauter Dreisamkeit. Dieses Trio ist einfach zu herzerwärmend, lieb, verschmust, verspielt und alle gleich verfressen. Da musste ich mir keine Sorgen machen, dass Futter verschmäht oder ein Häufchen nicht gemacht wurde. Alles lief, wie geschmiert.

Als die beiden Damen zum Ende der Schul-Winterferien abgeholt wurden, starteten meine selbsternannten Ferien. Es ist einer der größten Vorteile, dass man sich als Selbstständige den Urlaub selbst genehmigen darf. Und nach drei Jahren Hundepension gönnte ich mir diese Auszeit in der meist grauen, nasskalten und usseligen Jahreszeit. Drei Wochen nur für Kimba und mich!