15. Woche mit Rumpel, Rosalie, Scoopy sowie Besuch von Hugo, dem Bauordnungsamt und Thill

Am Montag genoss Rumpel die Ruhe, allein mit Kimba zu sein. Damit war am Dienstag Schluss, als Rosalie dazukam. Die weiße Golden Retriever Hündin strotzte nur so vor Lebensfreude und sah nach dem ersten Drittel des Spaziergangs schon so dreckig aus, dass mir nichts anderes übrig blieb, als den Retrievern ein Schönheitsbad im Waldsee zu erlauben. Danach waren sie zwar patschnass, aber deutlich sauberer. Um mir die Abtrockneprozedur etwas zu erleichtern, hatte ich zwei Hundebademäntel angeschafft, die Kimba und Rosalie unheimlich gut stehen. Meint ihr nicht auch?

Mittags ging die Post noch einmal ab, als wir Besuch von Hugo bekamen. Mit ihm spielt Rosalie unheimlich gern. Ich finde es schön zu beobachten, wie unter den Hunden Freundschaften entstehen.

Am Mittwoch bekamen Rumpel, Kimba und ich unerwarteten Besuch vom Bauordnungsamt. Er begrüßte mich mit: Uns liegt eine Beschwerde vor wegen Lärmbelästigung ihrer Hundepension. Mir gefror sofort das Blut in den Adern. Nein! Das ist unmöglich! Wer sollte mich anschwärzen und nicht vorher mit mir sprechen? Ich verhalte mich so unauffällig, wie es geht; gehe allen Fahrradfahrern, Kinderwagen, Walkern, Joggern und Unbekannten aus dem Weg. Ich nehme absolut Rücksicht auf alle und achte sorgsam darauf, mit meinen Hunden keinen anderen zu belästigen. Auch keine Rehe, Hasen und Fasane. Mehr geht wirklich nicht!

Ich reagierte zuerst ziemlich abweisend, ließ mir den Ausweis zeigen und bat den Mann erst danach herein. In Gedanken formulierte ich ein kurzes Dankgebet, weil Rumpel und Kimba bei mir waren. Die beiden hatten keinen Mucks von sich gegeben, waren nicht einmal zur Tür gerannt und interessierten sich nur mäßig für den Besucher. Souveräner hätte meine Außenwirkung nicht sein können. Auf mein besorgtes Nachfragen, wer denn die Beschwerde eingereicht hätte, wann und warum, bekam ich keine Antwort.

Durch mein Unverständnis über eine solche Beschwerde, kam mein Besucher etwas aus dem Konzept und erklärte mir dann, dass ich laut seinen Unterlagen das Gewerbe noch nicht offiziell aufgenommen hätte. Sein Besuch wäre eine Überprüfung des Amtes, ob ich, drei Jahre nach Antragstellung, das Gewerbe tatsächlich aufgenommen hätte und auch ordnungsgemäß führte. Davon konnte er sich schnell überzeugen. Die Hunde waren innen, es war nur ein Gasthund anwesend. Alles Paletti! 

Er zeigte sich sehr zufrieden, wollte einen entsprechenden Bericht erstellen und ging. Aber die Aussage mit der Beschwerde beunruhigt mich sehr. Auf meine Nachfrage, zwei Tage später, erhielt ich jedoch die beruhigende Antwort, dass keine Beschwerde vorlag, sondern es sich um einen reinen Kontrollbesuch handelte. Das hatte der Mitarbeiter allerdings sehr ungünstig anmoderiert. Daran sollte er arbeiten!


Mittwoch Nachmittag kam Thill zu Besuch, ein vierjähriger, schwarz glänzender Labrador. Sehr lieb, ruhig, eher zurückhaltend mit anderen Hunden und … wasserbegeistert. Schwupps sprang er in einen der ekeligen Gräben und schon gingen wir wieder zum Waldsee. Kimba war begeistert, und ich auch, weil der See zum Glück wirklich sehr sauber ist. Hoffentlich bleibt das noch lange so. Thill wird demnächst donnerstags und später im Jahr auch montags in meine Pension kommen. Ich freu mich!

Am Donnerstag waren Scoopy und Oskar bei mir, zwei Stammgäste, die sich in meiner Pension sehr wohlfühlen. Freitag hatte ich Scoopy und Rumpel bei mir. Gemeinsam warteten wir auf einen weiteren neuen Besucher - einen X-Herder. Dessen Frauchen verschwitzte jedoch den Termin und so schlossen meine beiden kleinen Stammgäste am Nachmittag meine Pension ab. 

Ich verabschiede mich in die Osterferien und wünsche allen Vier- und Zweibeinern tolle Ostereiersuche!